Evangelische Kirchengemeinde Übersee-Bergen-Grabenstätt
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Auf ein Wort

"Wer Du auch immer sein magst

in Deinen Augen

und in den Augen anderer Menschen:

Gott sieht Dich an,

darum bist Du zuallererst

ein angesehener Mensch."

 

Liebe Leserinnen! Liebe Leser! Liebe Gäste!

 

Wer Du auch immer sein magst in Deinen eigenen Augen:

Wer diesen Satz hört, dem fällt viel zu sich selber ein:

Was denke ich über mich?

Ja, die einen mögen sich grundsätzlich,

und andere haben Schwierigkeiten, sich selber anzunehmen.

Wer sich selber mag, hat das vielleicht von klein auf gehört:

Du bist geliebt, geschätzt, wert geachtet, Gott hat Dich gut geschaffen,

Du hast Begabungen, mach' etwas aus Dir und Deinem Leben, ich trau' es Dir zu.

Andere haben an sich gearbeitet und wissen nach einer Zeit, dass sie vieles können, dass sie von anderen geschätzt werden, beachtet, bewundert oder gebraucht. Sie haben gelernt, dass sie wertvoll sind.

Doch es gibt auch die Selbstzweifel: Ich bin nicht gut genug, nicht schön genug,

andere können es besser oder schneller, ich bin zu jung, oder zu alt, ich werde nicht mehr gebraucht und ähnliches.

 

Wer Du auch immer sein magst in den Augen anderer Menschen:

Was denken oder sagen andere über mich?

Vielleicht hinterfragen sie Dich, mit Worten oder ihrem Verhalten.

Du denkst dann: Die trauen mir nichts zu, sie halten mich für ängstlich und zögerlich, oder für einen Angeber, für einen Besserwisser. Sie kritisieren meinen Glauben, meine Lebenseinstellung, sie neiden mir meinen Erfolg, sie denken, ich bringe nichts zustande, oder sie erachten das, was ich tue, als übertrieben.

 

Wir haben unsere eigene Sichtweise auf uns und unser Leben.

Und andere Menschen haben ihre eigene Sichtweise auf uns und unser Leben. Gerade deshalb finde ich es gut und tröstlich, dass es da noch eine andere Sichtweise auf uns und unser Leben gibt:

 

Gott sieht Dich an, und mich, und jeden Menschen:

Darum bist Du zuallererst ein angesehener Mensch.

Wir Menschen leben davon, dass wir gesehen werden, wahrgenommen werden, Beachtung erfahren und angesehen werden.

 

An dieser Stelle kommen mir biblische Gestalten in den Sinn:

Zunächst Zachäus: Er versteckt sich auf einem Baum hinter den Blättern, als Jesus vorbei kommt, und doch trägt Zachäus die Sehnsucht in sich, gesehen zu werden. Wie hat er sich gefreut, als Jesus zu ihm aufsah!

Ich denke an Maria:

Sie dankt Gott, dass er sie in und trotz ihrer Niedrigkeit angesehen hat.

Eine andere Frau, Hagar, wird von ihrer Herrin und Konkurrentin mit ihrem Kind in die Wüste geschickt. Als sie in ihrer Verzweiflung sterben will, schickt Gott ihr einen Engel. Hagar weiß jetzt: Gott hat mich gesehen.

 

"Wer Du auch immer sein magst

in Deinen Augen

und in den Augen anderer Menschen:

Gott sieht Dich an,

darum bist Du zuallererst

ein angesehener Mensch."

 

Ich wünsche mir für unseren Lebens- und Glaubensweg, dass wir uns diese Sichtweise und Gewissheit von niemandem und nichts nehmen lassen: Dass wir bei Gott immer angesehen sind, gewollt und geliebt.

 

Mit diesen Gedanken grüsse ich Sie herzlich!

 

Ihr Rudolf Scheller

 

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