Evangelische Kirchengemeinde Übersee-Bergen-Grabenstätt
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Auf ein Wort

Gedanken zur Jahreslosung

 

Liebe Gemeindemitglieder! Liebe Gäste!

 

Erinnern Sie sich an die Jahreslosung für 2020?

Wie lautet diese noch mal?

Hätten Sie es noch gewußt?

 

„Ich glaube, hilf meinem Unglauben!“

 

So sagt ein Vater am Ende seiner Kraft und am Ende seiner Hoffnung.

Sein Kind ist krank, wird von Krämpfen geschüttelt.

Es besteht ständig die Gefahr, dass sich sein Kind durch unkontrollierte Bewegungen verletzen kann. Was haben sie nicht schon alles ausprobiert!

Nichts hat geholfen! Bisher.

Die letzte Hoffnung des Vaters ist Jesus, von dem er schon gehört hat.

Der Vater denkt: Wenn meinem Kind jetzt noch einer helfen kann, dann dieser Jesus. Auf die Bitte des Vaters, seinem Sohn zu helfen, antwortet Jesus: „Alles ist möglich dem, der glaubt.“  Damit kritisiert Jesus diejenigen, die dem Vater und seinem Kind bislang nicht helfen konnten.

Wie geht das, „glauben“?

Wer sieht, wie Menschen Trost finden bei Gott, wie Er ihnen Hoffnung und Halt zu geben vermag, dem kann leicht der Gedanke kommen: „Solch einen Glauben, solch einen Trost, solch eine Hoffnung: Die hätte ich auch gerne“. Bei dieser Art von Glauben geht es um mehr, als um ein Fürwahrhalten von Inhalten.

Es geht um Vertrauen. Es geht um das Festhalten daran,  dass Gott das Vertrauen eines Menschen nicht enttäuscht. Das hebräische Wort für „glauben“

bedeutet „sich innerlich festmachen“. Situationen, in den wir alles schwarz sehen, kennen auch wir: Nichts ändert sich. Nichts bewegt sich, alles bleibt beim Alten.  Dann fragen wir: Wo ist Gott?

Wo ist er, wenn Menschen leiden, an ihrer Not zerbrechen, die Hoffnung verlieren?  In solchen Situationen steht jeder Mensch vor der Entscheidung:

Sich nur noch auf sich selbst zu verlassen, sich vielleicht sogar von Gott abzuwenden, oder, noch radikaler, zu „glauben“, dass es keinen Gott gibt.

Oder: Sich zu Gott bewusst hinzuwenden, an Ihm festzuhalten, „trotz allem“, und „dennoch“.  „Alle Dinge sind möglich dem, der glaubt!“ sagt Jesus.

„Ich glaube, hilf meinem Unglauben!“

So die Antwort des Vaters, der für sein Kind das Beste sucht. Diese Spannung kennt auch jeder Glaubende heute. Denn auch wenn ich glaube, habe ich Zweifel. Und obwohl ich zweifle, glaube ich. Es geht nicht darum: Streng dich noch mehr an, und gib dir noch mehr Mühe. Sondern: Lass los, schau weg von dir und deiner Kraftlosigkeit, steh dir nicht selbst im Weg.

Gib dich in Gottes Hand und vertraue Ihm! Vertraue der Kraft, die gerade in der Schwäche groß ist. Vertrauen muss gewagt werden. Glaube muss gewagt werden. Und gewollt. Laufen lernt man, indem man erste Schritte geht.

Schwimmen lernt man im Wasser. Leben lernt man durch Leben.

Vertrauen lernt man durch Vertrauen.

Vertrauen schon vielen Menschen geholfen.

Die Erinnerung daran kann erneutes Vertrauen bewirken.

Der Glaube selbst bleibt dennoch ein Wagnis, immer wieder neu. Vergleichbar mit einem Sprung, bei dem man im Vollzug erfährt, dass er nicht im Bodenlosen endet, sondern in dem zugesagten Wort Gottes.  Ich wünsche Ihnen, dass Sie Vertrauen wagen. In die richtige Richtung! In den Richtigen! Es lohnt sich. Es bringt voran.

Es schenkt „Heilung“.

Es macht frei. Entspannt. Gelassen.

Und letztlich auch vergnügt. Erlöst. Befreit.

Es ist die Weihnachts-Botschaft, die den Hintergrund auch dazu bildet. Denn diese gilt ein Leben lang:

Fürchte Dich nicht!

Hab‘ große Freude!

Dein Heiland ist geboren!

Und deshalb will ich glauben. Und vertrauen! Ich glaube Dir! Ich vertraue Dir!

Hilf Du mir dabei! „Ich glaube, hilf meinem Unglauben!“

 

Herzlich,

Ihr Rudolf Scheller

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