Evangelische Kirchengemeinde Übersee-Bergen-Grabenstätt
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Auf ein Wort

 

Auf ein Wort

 

Liebe Gemeindemitglieder! Liebe Gäste!

Brannte nicht unser Herz in uns?

 

Damals, am ersten Ostersonntag: Zwei Männer sind unterwegs. Sie sind enttäuscht, ihre Erwartungen wurden ganz und gar zerstört. Verzweifelt, niedergeschlagen und traurig stolpern sie in Richtung Emmaus, nach Hause. Jesus ist tot, er wurde gekreuzigt.

 

Da geschieht das Unerwartete, das sie anfangs noch nicht einmal realisieren: Ein Fremder nähert sich ihnen, geht mit ihnen, wendet sich ihnen zu, fragt nach ihrem Befinden, hört genau hin und stellt die Worte aus den alten heiligen Schriften in ein neues Licht. Ja, der Messias hat Furchtbares erlitten. Aber es musste so kommen, es war vorausgesagt, es war festgelegt im Heilsplan Gottes. So bedeutet ihr vermeintliches Ende dann doch, dass es einen ganz neuen Anfang gibt!

 

Und wir heute? Wer von uns hat nicht auch schon dunkle Stunden erlebt, wenn alles zutiefst schmerzhaft und sinnlos erscheint, wenn wir enttäuscht sind, wenn wir persönliches Leid erfahren?

 

Wünschen wir uns nicht auch, dass jemand an unsere Seite tritt, zuhört und sich unser Anliegen zu Herzen nimmt? So dass sich in unserem Inneren eine Tür öffnen kann, die es wieder heller werden lässt und vor allem, dass wir spüren: Wir sind nicht alleine unterwegs!

 

Dazu kommt mir das Lied in den Sinn: "Etwas in mir zeigt mir, dass es dich wirklich gibt." Es gibt Momente, da spüren wir unsere Sehnsucht nach einer Gemeinschaft, die getragen wird von Gott selbst. Es gibt Augenblicke, da ahnen wir etwas von der Fürsorge und Liebe, die Jesus doch immer für uns hat! Es entsteht eine Gemeinschaft im Singen und Loben, die uns Ermutigung und Kraft gibt für den Alltag. So manches Bild, so manches Wort, so manches Lied klingt dann auch noch im Alltag nach.

 

Die Jünger von Emmaus sagen: Brannte nicht unser Herz in uns, als Er mit uns auf dem Weg war, als Er uns ansprach, als Er sich uns zuwandte, uns zuhörte, uns erklärte, uns ermutigte?

 

Wir spüren: Etwas in mir zeigt mir, dass es dich wirklich gibt. Gemeint ist Gott, dessen Name "Jahwe" eine besondere Bedeutung hat. Und damit dürfen wir stets rechnen: "Ich bin da! Für Dich!" So wie auch Jesus, der uns zusagt: "Ich bin bei euch alle Tage…!"

 

Prägen Sie sich dieses Bild ein! Da ist Einer, der mitgeht!

 

Ich wünsche Ihnen und Euch von Herzen, das zu ahnen, zu spüren und dem immer wieder nachzugehen. Dann kann die Gewissheit folgen, von der wir in jenem Lied betend singen: "Ich bin gewiss, dass du lebst, mich kennst und mich liebst."

 

In dieser Liebe verbunden grüße ich Sie und Euch herzlich. So wie es die Jahreslosung sagt: "Alle Eure Dinge lasst in der Liebe geschehen!"

 

Ein gesegnetes Osterfest und eine gute nachösterliche Freudenzeit und frohe Tage an Himmelfahrt und Pfingsten Ihnen und Ihren Lieben!

 

Ihr und Euer Rudolf Scheller

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